Meinungen zur Konzernverantwortungsinitiative

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus vielen unterschiedlichen Branchen sprechen sich für die Konzernverantwortungsinitiative aus. Hier kommen sie zu Wort und erklären, warum sie die Initiative unterstützen und weshalb Konzerne Verantwortung übernehmen müssen.

Céline Duboulox
Céline Duboulox,
Landschaftsgärtnerin

«Als Landschaftsgärtnerin arbeite ich manchmal mit gefährlichen Werkzeugen und Produkten wie Pestiziden. Deshalb stellt mir mein Arbeitgeber zuverlässige Schutzkleidung und
-ausrüstung zur Verfügung. Ich möchte, dass alle Arbeitnehmenden den gleichen Schutz geniessen, wenn sie gefährliche Tätigkeiten ausüben müssen! Deshalb unterstütze ich die Konzernverantwortungsinitiative»

Rachel Bühler
Rachel Bühler,
Schneiderin

«Auf Kleider können wir nicht verzichten, und somit auch nicht auf die Millionen Schneiderinnen und Schneider, die diese im Ausland für uns herstellen. Deshalb müssen die Arbeitsbedingungen in den überfüllten Fabriken, mit fehlendem Schutz vor Unfällen und vor giftigen Dämpfen unbedingt verbessert werden! Für eine längst nötige Veränderung in der Textilindustrie unterstütze ich die KVI.»

Hans Leber
Hans Leber,
pensionierter BASF-Mitarbeiter

«Als ehemaliger Arbeitnehmer einer grossen Chemiefirma erwarte ich, dass sich die Firma bei der Produktion und dem Einsatz von Pestiziden an die international anerkannten Standards hält. Alle Kinder sollen in einer intakten Umwelt und ohne Gesundheitsschäden aufwachsen dürfen. Deshalb unterstütze ich die KVI!»

Sarah Neboux
Sarah Neboux,
Mitarbeiterin eines Luxusuhrenkonzerns

«Die Schweizer Raffinerien verarbeiten viel Gold aus dubiosen Minen. Ich will sicher sein, dass das Gold, das ich verarbeite, nicht aus Kinder- oder Zwangsarbeit stammt. Deshalb unterstütze ich
die Konzernverantwortungsinitiative.»

Brian Darnell
Brian Darnell
Pharma-Mitarbeiter

«Ich gehe dann gerne zur Arbeit, wenn ich weiss, dass mein Betrieb sorgfältig wirtschaftet, dass
er die Menschenrechte und die Umweltvorschriften respektiert und seine Angestellten anständig behandelt – hier und weltweit! Wer dies nicht tut, soll für seine Verfehlungen geradestehen.»

Pierre-Yves Maillard
Pierre-Yves Maillard, Präsident Schweizerischer Gewerkschaftsbund

««Konzerne, die sich an die Mindeststandards halten, haben nichts zu befürchten und Arbeitsplätze sind deshalb nicht gefährdet. wer anständig arbeitet, gewinnt.»

Arno Kerst
Arno Kerst,
Präsident Syna

«Die Initiative ist nichts als gerecht und gleichzeitig pragmatisch – die Haftung gilt für skrupellose Grosskonzerne, KMU sind ausgenommen.»

Adrian Wüthrich
Adrian Wüthrich,
Präsident Travail.Suisse

«Es darf nicht sein, dass multinationale Konzerne mit Hauptsitz in der Schweiz hier von den guten Bedingungen profitieren und anderswo gegen die Menschenrechte verstossen.»

Vania Alleva
Vania Alleva,
Präsidentin Unia

«Kinderarbeit, Ausbeutung in Textilfabriken, vergiftete Flüsse beim Rohstoffabbau, Gewalt gegen Gewerkschafts-AktivistInnen dürfen nicht straffrei bleiben.»